Warum sollte man sein Baby tragen?

 

Der Mensch wird als Tragling geboren, nicht als Nesthocker oder Nestflüchter, so wie man früher der Meinung war. Begibt man sich mal in die Steinzeit zurück, wäre es undenkbar gewesen, dass ein Steinzeitbaby irgendwo abgelegt worden wäre. Es wäre hilflos ausgeliefert gewesen. Steinzeitbabys wurden IMMER getragen.

 

Viele Babys sind unzufrieden und weinen, wenn sie in ihrem Bettchen oder Kinderwagen gelegt werden. Es braucht Mamas Wärme und Geruch, um sich geborgen zu fühlen. Auch Mama wird nach und nach unzufrieden. Der Haushalt bleibt liegen, größere Kinder kommen zu kurz.

 

Ein Baby, das getragen wird, spürt die Wärme der Mutter oder auch Vater, riecht deren Geruch und weiß somit: "Alles ist in Ordnung, ich bin sicher!!!" Mama und Papa können sich um den Haushalt und auch die anderen größeren Kinder kümmern und haben trotzdem ihr Baby immer ganz nah bei sich, das rundum zufrieden im Tragetuch schlummert.

 

 

Es gibt viele Aspekte, die durch das Tragen für Mutter und Kind förderlich sind:

 

  • die enge, körperliche Bindung zwischen Mutter/Vater und Kind
  • die Reifung eines Babys passiert am besten am Körper des Tragenden
  • das Baby kann aktiv am Alltag der Eltern teilnehmen, ohne irgendwo abgelegt werden zu müssen       
  • die Anhock-Spreiz-Haltung (ASH) fördert die optimale Ausbildung der Hüften. Liegt das Baby im Kinderwagen auf den Rücken, wird das Hüftgelenk überspreizt.
  • Mutter/Vater regulieren durch den engen Körperkontakt die Temperatur des Babys (z.B. bei Fieber des Babys oder auch bei Neugeborenen, die ihre Temperatur noch nicht selber regulieren können)
  • Tragen ist das Stillen der Väter

 

 

 (Bild: Kokadi Flip toddler moonstars)